Donnerstag, 23. Juli 2009

Der Traum vom Laufen

Leider habe ich in letzen Tagen kaum Zeit für mein Tagebuch gefunden, ähnlich ging es mir hinsichtlich meines Trainings. Die meiste Zeit verbringe ich derzeit mit "in der Sonne liegen", ich genieße das derzeit traumhafte Wetter und kümmere mich kaum mehr noch um meine Knieverletzung.

Allerdings konnte ich mich dienstags doch überwinden, eine kleine Radtour zu fahren. Klein, aber steil, denn es waren lediglich 7,2km, die aber mehr als 400 Höhenmeter beinhalteten. Das Knie war auch bei den stärkeren Steigungen gut belastbar, allerdings machte sich nach kurzer Zeit die fehlende Muskelkraft und schlechte Kondition bemerkbar.

Am Mittwoch hatte ich dann einen leichen Muskelkater im Quadrizeps, aber keine vermehrte Schwellung. Ansonsten habe ich nichts trainiert.

Heute, am Donnerstag hatte ich das vorletzte Mal Physiotherapie, der Schwerpunkt in der Physiotherapie war dieses Mal "Dehnen". Wir führten Dehnungsübungen für die gesamte Rumpfmuskulatur durch, denn durch die Kreuzbandoperation haben sich meine Muskeln doch etwas verkürzt.

In letzter Zeit habe ich immer wieder Träume in der Nacht, in denen ich alles machen kann, z.B. habe ich letzte Nacht geträumt ich würde in einem großen Trampolin komplett unbeschwert Saltos und Drehung springen, als wäre nie etwas mit meinen Knien gewesen. Vorige Woche habe ich geträumt, dass ich bei einem Marathon starten würde. Ich vermute, dass die Träume meine Wünsche zum Ausdruck bringen, dass ich eines Tages wieder Laufen, Springen etc. kann, so als wäre ich nie am vorderen Kreuzband operiert worden.

Laufen wird sicher auch bald in der Realität wieder möglich sein. Daran arbeite ich gerade am intensivsten. Mittlerweile ist es mir möglich, kleine Laufschritte am Stand zu machen, mein erklärtes Ziel ist es, in gut zwei Wochen auf der Laufbahn locker und langsam zu joggen. Am Anfgang werde ich sicher 2 Minuten Laufen, dann 3 Minuten Gehen, damit ich wieder ein Gefühl für die Laufbewegung gewinne.

Samstag, 18. Juli 2009

Neue Fotos und neues Video

Bilder sagen bekanntlich mehr als tausend Worte, deswegen will ich mir eine Beschreibung meines Kniegelenks sparen und stattdessen aktuelle Fotos bereitstellen.


Mein heutiges Training verlief ohne besondere Vorkommnisse. Ich machte Kniebeugen, Ausfallschritte, saß am Ergometer, machte kleine Sprünge nach vorne und nach hinten und zum Abschluss ging ich die Stiege noch zehnmal rauf und runter.


Derzeit habe ich eine Beugung von 125°, die eigentlich schon aussreichend ist, doch da ich links 135° schaffe, soll ich versuchen, auch rechts dieselbe Beugung zu erreichen.


Durch die bei mir angewendete Patellesehnenplastik wird es mir aber niemals möglich sein auf den Knie zu knien. Zumindest nicht auf harten Flächen z.B Fußboden. Auf einem Bett oder Matte kann ich schon knien. Ich kann auf keinen harten Flächen knien, da ich an beiden Knie mit Patellasehne operiert worden bin, und da bei dieser Technik ein Knochenstück von der Kniescheibe entnommen wird, das zwar wieder nächwächst, aber nicht mehr so rund, das man darauf knien könnte. Wenn ich auf die Kniescheibe greife, kann ich den Knochenhöcker ertasten. Diesen Wermutstropfen hat die Kreuzbandplastik nunmal. Damit muss ich leben, zum Glück bin ich kein Fliesenleger...

Erfreulich hingegen ist, dass die Narbe bereits hervorragend verwachsen ist. Die Haut kann ich schon komplett frei bewegen:



Vor ein Monat ging das noch nicht so gut...

Freitag, 17. Juli 2009

Schmerz im anderen Knie

Gestern in der Physiotherapie habe ich weiter an meiner Koordination und an der Kraft gearbeitet. Koordinativ bin ich bereits sehr weit, aber die Muskelkraft ist noch lange nicht auf dem Niveau, das ich vor der Kreuzbandoperation hatte.

Im Laufe des Tages kamen dann aber Schmerzen im linken (anderen) Knie. An diesem Knie wurde ich letzten Sommer am Kreuzband operiert, mittlerweile macht mir das linke Knie keinerlei Probleme mehr, bis auf gestern. Natürlich machte ich mir Sorgen, wenn plötzlich das zweite Knie auch wieder anfängt zu schmerzen. Der Schmerz trat hauptsächlich beim Gehen auf und bei Druck auf die schmerzende Stelle auf. Die Stelle befand sich im Bereich des äußeren Gelenkknorren des Oberschenkels ("Condylus lateralis femoris").

Heute ist der Schmerz schon viel viel geringer und kaum noch bemerkbar. Darüber bin ich auch sehr froh, denn das hätte mir jetzt noch gefällt... Irgendwie vermute, dass der Schmerz damit, zusammenhängt, dass mein linkes Knie in den letzten sieben Wochen doch mit einem Vielfachen der normalen Belastung konfrontiert gewesen ist.

Ansonsten kann ich mit Stolz behaupten, dass mich mein operiertes Knie bereits viele Kilometer ohne Schmerzen etc. getragen hat. Ich könnte sicher schon Wanderungen in ebenen Gebieten unternehmen, nur Bergsteigen würde ich noch nicht, da beim Bergabgehen doch eine intensive Belastung zustande käme. Die für letztes Wochenende geplante Radtour, möchte ich dieses Wochenende nachholen.